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Der Zweiradhändler Josef Faber, Importeur von italienischen Traditionsmarken wie Vespa, Gilera, Piaggio und Moto Guzzi, hat die Traditionsmarke “Puch” gekauft und lässt unter diesem Namen E-Bikes und Fahrräder produzieren, berichtet das Wirtschaftsmagazin trend in seiner Montag erscheinenden Ausgabe.

Die vom Design her an das gute, alte “Puch Waffenrad” angelehnten E-Bikes kosten von 1.500 bis 3.000 Euro, Tret-Fahrräder von 400 bis 1.200 Euro. Neben normalen Citybikes ist auch ein Transportrad “Dienstmann” in der Produktpalette, ebenso wie ein “Singlespeeder”. In den nächsten Jahren soll die Produktpalette weiter ausgebaut werden. Das Ziel, so Faber im trend, sei “ein leistbares Qualitätsprodukt für die breite Masse” herzustellen. Mittelfristig will Faber 10.000 Einheiten pro Jahr produzieren und auch den deutschen Markt bedienen. Gebaut werden die Räder in Frankreich, und zwar von Cycleurope, dem größten europäischen Fahrradproduzenten, der zuletzt auch die Markenrechte an Puch besaß.

Europas größter Autokonzern Volkswagen prüft Pläne für einen Einstieg in die Formel 1. Der VW-Motorsportbeauftragte Wolfgang Dürheimer sagte der “Wirtschaftswoche”, er werde dem Vorstand in Kürze ein Motorsport-Konzept vorlegen, das auch eine Beteiligung an der Königsklasse des Motorsports vorsehe.

“Ich werde mein Konzept noch in diesem Jahr dem Konzernvorstand vorstellen und Vorschläge einbringen, die nicht nur die Rennserien betreffen, die wir heute bedienen”, betonte Dürheimer. Gemessen an den geplanten Verkaufszahlen sei VW in Amerika, in Asien und dem mittleren Osten im Motorsport noch nicht ausreichend repräsentiert. Dafür wäre die Formel 1 die beste Lösung, sagte der frühere Porsche-Vorstand Dürheimer. Details nannte er nicht.

Unter Berufung auf VW-Kreise berichtete das Magazin, es werde erwogen, zunächst als Motorenlieferant einzusteigen. Die heutige VW-Beteiligung Porsche hatte in den 1980er Jahren als Motorenlieferant beim erfolgreichen Formel-1-Rennstall McLaren mitgewirkt. Das Dürheimer-Konzept sehe angeblich vor, zu einem späteren Zeitpunkt die Mehrheit an einem Rennstall zu erwerben. Ein möglicher Kandidat könnte das Red-Bull-Schwesterteam Toro Rosso von Österreichs Milliardär Dietrich Mateschitz sein.

Auch in den USA sehe das Dürheimer-Konzept ein stärkeres Engagement vor. Dort setze es allerdings nicht auf die Formel 1, die in den USA weniger beachtet werde, sondern auf IndyCar- und NASCAR-Rennen.

Der italienische Autokonzern Fiat will den indischen Markt erobern. Der Turiner Konzern will neue Modelle in Indien absetzen und stärkt die Kooperation mit seinem Partner Tata-Group, berichtete die Mailänder Wirtschaftszeitung “Milano e Finanza” am Mittwoch. Darüber hinaus hat Fiat eine Partnerschaft mit Maruti Suzuki India über die Lieferung von Diesel-Motoren abgeschlossen, die von der indischen Fiat-Tochter gebaut werden. 100.000 Fiat-Motoren pro Jahr wird Fiat Maruti verkaufen.

Fiat produziert in Indien bis zu 300.000 Diesel-und Benzinmotoren pro Jahr. Sie werden in einer Fabrik in der westindischen Stadt Rangjangaon hergestellt. Im Fiat-Werk werden auch Motoren für die Tata-Modelle Indica Vista und Indigo hergestellt. Der gleiche Motor wird zur Produktion der Fiat-Modelle Grande Punto und Linea hergestellt, die auch in Indien abgesetzt werden.

Mit einer starken Auslandsexpansion will Fiat den Rückgang auf dem Heimmarkt Italien kompensieren. Fiat konnte im vergangenen Jahr in Italien 514.500 Autos absetzen, was unter den Erwartungen lag. Die Autoindustrie stöhnt unter dem Druck der tiefen Krise im schwerverschuldeten Italien. Die Branche meldete im Gesamtjahr 2011 einen Rückgang von 10,8 Prozent. 2011 wurden lediglich 1,748.143 Autos abgesetzt, im Vorjahr waren es noch 1,961.579 gewesen, teilte das italienische Verkehrsministerium mit. Das ist das schlechteste Ergebnis der letzten 15 Jahre.

Die E-Bike-Förderung der Stadt und Wien Energie lief mit Jahresende aus. In den vergangenen zwei Jahren wurden 7.800 Elektro-Fahrräder mit insgesamt 300.000 Euro gefördert, allein heuer waren es 5.400 Fahrzeuge, teilte Umweltstadträtin Ulli Sima (S) am Mittwoch in einer Aussendung mit. Eine Verlängerung bzw. Wiederaufnahme sei derzeit nicht geplant, hieß es aus ihrem Büro auf APA-Nachfrage. 2010 lag die Zahl der mit je bis zu 300 Euro geförderten Fälle bei 2.400 E-Bikes, 2011 wuchs die Zahl signifikant, 5.400 Pedalritter erhielten Unterstützung. Die große Resonanz heuer dürfte auch auf die Tatsache zurückzuführen sein, dass auch die Nachrüstung bares Geld wert war. Nicht zuletzt deshalb, weil die Preise für einen motorisierten Drahtesel mittlerweile signifikant gesunken seien, ist eine Ausweitung oder Wiederholung der Aktion laut Simas Sprecherin vorerst nicht geplant. Der Anreiz habe sich bewährt. In Kooperation mit Wien Energie werde man künftig auch die entsprechende Infrastruktur aufstocken, etwa mit der Errichtung weiterer E-Bike-Lade-Stationen. 30 Prozent der Anschaffungskosten oder maximal 300 Euro betrug die Förderung für einspurige Elektrofahrzeuge wie Elektroroller, – mopeds, – motorräder sowie Elektrofahrräder. In der Aussendung verwies Sima auf E-Mobilität als wichtigen Faktor für Klimaschutz und die Verbesserung der Luftgüte. Die Hälfte aller Arbeitswege sei kürzer als fünf Kilometer, das Elektro-Zweirad also gerade im Stadtverkehr eine perfekte Alternative zum Auto. Darüber hinaus schone diese Art der Fortbewegung die Geldbörse. Wien Energie rechnet vor: Sieben Cent koste durchschnittlich eine Akku-Vollladung, 14 Cent gefahrene 100 Kilometer. Zum Vergleich: Ein Moped kommt beispielsweise auf rund vier Euro. (28.12.2011)

Der deutsche Autokonzern Volkswagen hat ein Rekordjahr hinter sich – nun ist VW-Chef Martin Winterkorn von einer Handelsblatt-Jury auch noch zum “Manager des Jahres 2011″ gekürt worden. Begründung: Winterkorn habe Volkswagen auf einen “langfristigen Erfolgskurs” gebracht. Das teilte VW am Freitag in Wolfsburg mit. “Bis 2018 will das Unternehmen sowohl ökonomisch als auch ökologisch die Vorreiterrolle in der Automobilbranche übernehmen”, zitierte VW weiter aus der Begründung der Jury. Das “Handelsblatt” kürt neben dem Manager noch 13 weitere Persönlichkeiten, darunter den Politiker und den Staatsmann des Jahres. Der VW-Konzern will in diesem Jahr weltweit mehr als acht Millionen Autos verkaufen und steuert auch auf ein Rekordergebnis zu. Allerdings hat Winterkorn bereits auf eine Abkühlung der Autokonjunktur im kommenden Jahr hingewiesen. Außerdem hat VW viele offene Baustellen – zum Beispiel Stolpersteine bei der geplanten Integration von Porsche, die Zukunft des Lastwagengeschäfts oder der Streit mit dem japanischen Partner Suzuki. (23.12.2011)

Der Reifenhersteller Goodyear Dunlop integriert die Aktivitäten in Deutschland, Österreich und der Schweiz in ein neu geschaffenes D-A-CH-Cluster. Die rechtlichen Gesellschaften der Goodyear-Dunlop-Organisationen in den drei Ländern bleiben dabei unverändert erhalten. Die Gesamtverantwortung für die Führung der D-A-CH-Organisation obliegt Dr. Rainer Landwehr, der zusätzlich zu seiner Funktion als Vorsitzender der Geschäftsführung der Goodyear Dunlop Tires Germany GmbH zum Group Managing Director Deutschland, Österreich, Schweiz ernannt wurde. Mitchell Peeters, derzeit General Manager Schweiz und Österreich, wird nach knapp drei Jahren in Österreich und der Schweiz zum 1. Januar 2012 zum General Manager der Sektion Middle East & Afrika. (21.12.2011)

Volkswagen wird 2011 zum ersten Mal mehr als fünf Millionen Autos mit dem VW-Label verkaufen. “Wir werden in diesem Jahr erstmals mehr als fünf Millionen Volkswagen ausliefern und auch beim operativen Ergebnis ein neues Rekordniveau erreichen”, zitiert die Fachzeitung Automobilwoche am Dienstag aus einer Rede von VW-Chef Martin Winterkorn vor Führungskräften bei einer internen Konferenz in Dresden. Bis einschließlich November wurden von der Kernmarke VW Pkw bisher 4,69 Millionen Wagen abgesetzt. Dies entspricht einem Plus bei den Auslieferungen von 12,4 Prozent. Konzernweit strebt Europas größter Autobauer in diesem Jahr acht Millionen Auslieferungen weltweit an. “Wir sind auf einem sehr guten Weg”, hatte Vertriebsvorstand Christian Klingler in der vergangenen Woche betont. Bis spätestens 2018 sollen die Verkäufe auf zehn Millionen Wagen wachsen. Dann will der Konzern auch der weltweit führende Autobauer sein. “Wir erobern neue Märkte”, darunter Südostasien, der Nahe Osten, Indien und Russland, sagte Winterkorn dem Bericht zufolge. Er habe auch angekündigt, in den kommenden Jahren in Europa mehr als 30.000 neue Arbeitsplätze zu schaffen. (20.12.2011)

Der Autohersteller Opel hat die Auslieferung seines Elektroautos Ampera an Endkunden vorerst gestoppt. Grund sind noch nicht abgeschlossene Untersuchungen in den USA nach einem Brand des Schwesterfahrzeugs Chevrolet Volt, erklärte am Mittwoch ein Unternehmenssprecher in Rüsselsheim. Das nahezu baugleiche Fahrzeug hatte im Mai drei Wochen nach einem Crashtest zu brennen begonnen, vermutlich durch Stromfluss aus der nicht entladenen Batterie. Man arbeite derzeit daran, die Abläufe im Umgang mit Unfallfahrzeugen exakt festzulegen, sagte der Opel-Sprecher. Vor dem Abschluss der Untersuchung durch die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHSTA könnten keine Fahrzeuge an Privatleute abgegeben werden. Opel hatte die Markteinführung des Ampera für Ende 2011 angekündigt, was nun wohl nicht mehr zu halten ist. Ein neues Zieldatum sei derzeit nicht zu nennen, erklärte der Sprecher. Es würden aber weiterhin Fahrzeuge an Händler zu Probefahrten und Vorführzwecken geliefert (15.12.2011)

Bei einigen Autos der Modelle Mercury Milan und Ford Fusion aus den Jahren 2010 und 2011 könnten sich Reifen lösen, teilte die zuständige US-Aufsichtsbehörde am Freitag mit. Nach Angaben des zweitgrößten US-Autobauers wurden die betroffenen Fahrzeuge in einem Werk in Mexiko gebaut. Es seien sechs Fälle bekannt, wo es Probleme mit den Reifen gegeben habe. (10.12.2011)

Der schwer gebeutelte japanische Autobauer Toyota schraubt seine Jahresprognose wegen der Flutkatastrophe in Thailand und des starken Yen drastisch zurück. Wie der Branchenriese am Freitag bekanntgab, dürfte sich der Nettogewinn für das noch bis zum 31. März 2012 laufende Gesamtgeschäftsjahr auf 180 Mrd. Yen (1,7 Mrd. Euro) belaufen und nicht wie noch im August geschätzt auf 390 Mrd. Yen. Wegen der unabsehbaren Folgen der Flutkatastrophe in Thailand hatte Toyota bei der Vorlage der Halbjahresbilanz im November noch darauf verzichtet, eine neue Prognose für das Gesamtjahr abzugeben. Jetzt rechnet der Konzern damit, dass der Umsatz sich auf 18,2 Billionen Yen belaufen dürfte. Im August waren noch 19 Bill. Yen in Aussicht gestellt worden. Im ersten Halbjahr war der Gewinn drastisch gesunken, Produktionsausfälle und der starke Yen waren der Grund. Zunächst hatten millionenfache Rückrufe sowie der von dem Erdbeben ausgelöste Tsunami im März Toyota enorme Produktionsausfälle und Absatzprobleme beschert. Die Lage hatte sich zwar zunehmend normalisiert, doch dann kamen der starke Yen sowie die Flutkatastrophe in Thailand hinzu. In mehreren Ländern, darunter in den USA, Indonesien und den Philippinen, musste Toyota die Produktion wegen Teilemangels kürzen. Inzwischen bekommt Toyota die Lage vor Ort wieder in den Griff. (09.12.2011)

Der japanische Autohersteller Honda hat wegen möglicher Probleme mit Airbags zum sechsten Mal innerhalb weniger Jahre Fahrzeuge zurückgerufen. Betroffen seien gut 300.000 Fahrzeuge, hauptsächlich in den USA. Bei ihnen könnten die Sicherheits-Luftkissen platzen, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Europa sei von dem Rückruf nicht betroffen. Eine Sprecherin bestätigte auf Anfrage der APA, dass Österreich nicht betroffen sei. Das Problem ist seit gut drei Jahren bekannt. Die fehlerhaften Airbags haben nach Unternehmensangaben bisher zu 20 Verletzten geführt. Honda gehe davon aus, nun alle Autos mit den möglicherweise fehlerhaften Airbags ausfindig gemacht zu haben, insgesamt belaufe sich die Zahl auf fast zwei Mio. Stück. Der Rückruf betrifft die Modelle Accord und Civic, den Minivan Odyssey und andere Modelle, die 2001 bis 2003 gebaut wurden. In den USA beläuft sich die Zahl nach Unternehmensangaben auf bis zu 280.000 Stück. Auch in Kanada, Japan, Australien, Taiwan, Singapur und anderen Orten orderte Honda Fahrzeuge in die Werkstätten. Ein Honda-Sprecher wollte sich zu den genauen Kosten für die Rückruf-Aktion nicht äußern. Er sagte lediglich, der Rückruf von 2.000 Wagen in Japan würde umgerechnet 180.000 Dollar (98.882 Euro) kosten. (02.12.2011)

Der deutsche Autobauer BMW und der japanische Hersteller Toyota haben eine umfassende technische Zusammenarbeit beschlossen. So wird die Münchner Nobelmarke etwa Dieselmotoren an den japanischen Autoriesen liefern, wie beide Unternehmen am Donnerstag am Rande des Autosalons in Tokio mitteilten. Zudem wollen die beiden Konzerne künftig bei der Grundlagenforschung für Batterietechnik kooperieren, vor allem bei der Weiterentwicklung der Lithium-Ionen-Technologie. “Mit diesem Schritt bündeln wir unsere Kräfte, um die Entwicklung von Umwelttechnologien und unsere Innovationsführerschaft im jeweiligen Segment voranzutreiben”, sagte BMW-Chef Norbert Reithofer. BMW hat den Verkauf von Motoren an andere Hersteller bereits vor längerem zum Bestandteil der Unternehmensstrategie gemacht, die Japaner sind dabei aber das erste Schwergewicht. Vergleichbare Allianzen gibt es in der Autoindustrie bereits seit längerem, allerdings rücken die Konzerne in den vergangenen Jahren auch bei Schlüsseltechnologien wie Motoren enger zusammen. BMW und Toyota wollen zudem weitere Felder der Zusammenarbeit prüfen. (01.12.2011)

Toyota wird wegen des Yen-Höhenflugs verstärkt in Europa produzieren. Der Konzern werde 265 Mio. Euro in Europa investieren, um die nächste Generation des Modells Auris in Großbritannien sowie eine Kompakt-Limousine in der Türkei zu bauen, sagte Toyota-Europa-Chef Didier Leroy am Donnerstag. Dadurch würden insgesamt 1.900 neue Stellen geschaffen – allein bis Mitte kommenden Jahres 500 in Großbritannien. “Diese Ankündigung erfolgt in Einklang mit unserem Plan, die lokale Produktion für in Europa verkaufte Autos zu erhöhen.” Dafür werde die Produktion teils auch umgeschichtet, um vorhandene Kapazitäten besser zu nutzen. Toyota leidet wie andere exportorientierte Unternehmen in Japan unter der Stärke des Yen. Wegen der Probleme verliert der einstige Weltmarktprimus beim Absatz weiter an Boden zu seinen Rivalen General Motors und Volkswagen und muss sich in diesem Jahr mit Rang drei am Weltmarkt begnügen. (24.11.2011)

Source: http://kurier.at

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